Teilnehmer: Sandra und Kai Luptowitsch, Nadine Nack, Christopher Tucci, Leonie Stybalkowski und Michael Woll.
Endlich war es so weit. Der neue Einer, den die Jugend bekommen sollte, durfte direkt in der Werft abgeholt werden. Wir waren alle am frühen Morgen schon total aufgeregt !!! --
Aber vor das Vergnügen haben die Götter, wie man sagt, den Schweiß gesetzt. So auch heute. Zunächst war Training angesagt. Also ruderten wir 8 Jugendlichen eine Warmfahrstrecke und danach noch einen ordentlichen Zeittest. Das Duschen danach wurde in Rekordzeit absolviert.
Wir kamen dann doch noch früher als gedacht auf den Weg zur Empacher Werft in Eberbach. Gut gelaunt und bestens gestimmt kamen wir dort an. Während Herr Schiller mit den Formalitäten beschäftigt war, führte uns einer der freundlichen Angestellten durch die Bootsausstellung und danach durch die Produktion. Er erklärte uns die Bootsbauentwicklung in der Firma Empacher Ende des Krieges und wie sich die Materialien und die Bauformen in die Zeit verändert haben.

In der Produktion zeigte er uns dann, wie aus einer einzigen Form das doch sehr diffizile Boot entsteht. Wir wurden ausführlich und eindringlich darauf hingewiesen, wie empfindlich diese leichten Boote sind und wie sorgfältig wir deshalb mit diesen umgehen sollten.
Weiter ging es zur Skull-Fertigung - hier sahen wir, wie aus Einzelteilen, die von Zulieferern bezogen werden, ein ganzes Skull entsteht und wie viele verschiedene Typen es an Griffen, Blättern etc. gibt.
Danach kamen wir zum Einzelteilelager. Hier habe ich in Erinnerung behalten, die Erklärung über den Unterschied der Rollsitze für Männer und Frauen. In der Schmiede, die wir danach besuchten, wurden wir über die unterschiedlichen Konstruktionen der Ausleger aufgeklärt. In der Produktionsabteilung der Gig- und Trainingsboote sahen wir deren Unterschiede zu den Rennbooten.
Nach ausführlicher Begutachtung unseres "Neuen" fuhren wir auf die andere Seite der Werft, wo uns Herr Schiller die Herstellung von Holzbooten erklärte. Diese werden nur hier gefertigt.

Nach kurzem herumstöbern auf dem Speicher der Fa. Empacher, wo alte, nicht mehr gebrauchte Materialen herumlagen, traten wir die Heimfahrt nach Esslingen an. Dort gut angekommen, wurde sogleich das neue Boot ausgepackt und aufgeriggert. So ging ein schöner Tag zu Ende. Als persönliche Erinnerung hat jeder von uns und auch für die Daheimgebliebenen einen schönen Wanderkalender mit Bildern über die Boote der Firma Empacher mitbekommen.
Michael Woll